Wissenschaftsbeirat

Wissenschaftliche Projektpartner der ersten Wettbewerbsphase:

Die FH Potsdam (FB Sozialwesen) trug im Konzept „Die nachhaltige Mierendorff-INSEL“ wesentlich zur sozialraumanalytischen Arbeit und zur Berücksichtigung der Millieuforschung bei. Sie unterstützte bei der Evaluation der bisherigen Projektansätze, bei der Messung der Effektivität und Effizienz und bei der Übertragbarkeit von Maßnahmen und Vorgehensweisen auf andere Gebiete. Die Ergebnisse aus der Begleitforschung der FH Potsdam gingen im Sinne einer Wissenschaft-Praxis-Kooperation in den Beteiligungsprozess ein.
Es ist im Rahmen eines studentischen Modellprojekts zur „Sozialräumlichen Orientierung“ ein umfangreicher Sozialreport für die Mierendorff-INSEL erstellt worden.

Prof. Dr. Birgit Wiese
FH Potsdam
Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften
Fachgebiet Sozialmanagement
Friedrich-Ebert-Str. 4
14467 Potsdam
wiese@fh-potsdam.de

Das Fraunhofer Institut Fokus der TU Berlin erarbeitet Kommunikationsdesigns für eine innovative Nutzbarkeit in verschiedenen wirtschaftlichen und sozialen Kontexten. In der Kooperation ging es um die Vorstudie der Modellierung von Kommunikationssystemen für die Mierendorff-INSEL, die Erarbeitung einer Infrastruktur für eine optimale Nutzung der sozialen Netzwerkstruktur im Gebiet, die eine Entwicklung hin zu einer sich selbst organisierenden Gemeinschaft ermöglicht.

Dr. tech. Nikola Serbedzija
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
Geschäftsbereich SQC
Kaiserin-Augutsta-Allee 31
10589 Berlin
nikola.serbedzija@fokus.fraunhofer.de

Wissenschaftsbeirat (2. Phase im Wettbewerb „Zukunftsstadt“):

Die drei wissenschaftlichen Projektpartner der 2. Phase arbeiten gemeinsam in einem Wissenschaftsbeirat. Dieser begleitet und unterstützt die Arbeit der Projektpartner und des Zukunftsteams.
Es geht um die wissenschaftliche Prüfung der bereits entwickelten Vision aus inter- und transdisziplinärer Sicht, um Widersprüche oder (Un)vereinbarkeiten von Elementen oder Zielen der Vision. Geprüft werden auch Umsetzbarkeit und Handlungsoptionen.

Harris C.M. Tiddens ist ein praxiserfahrener niederländischer Manager auf dem Gebiet von leitenden Organisationen und Sinologe. Seit 2008 arbeitet er als Publizist und freier Forscher an der Frage, wie Städte mit Sicht auf ihre Nachhaltigkeit und Resilienz lernende und sich anpassende Organisationen werden können.
Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit erschienen als Buch mit dem Titel „Wurzeln für eine lebendige Stadt. Wie wir Eigenverantwortung von Stadtteilen stärken können“ 2014 im Oekom-Verlag. In diesem Buch weist er darauf hin, dass Städte für eine funktionierende Nachhaltigkeitsperspektive aus Nutzerperspektive betrachtet werden sollten.
Seit 2014 ist er als Geschäftsführer verantwortlich für das Projekt Zukunftsforum Blankenese

Harris C.M. Tiddens
Fachberater Lernende Organisationen mit Schwerpunkt Organisation der städtischen Nachhaltigkeitsfürsorge. Lebt in Hamburg
Mehr Informationen zur Person:
https://de.linkedin.com/in/harristiddens
harris.tiddens@t-online.de

TU Berlin
Zentrum für Technik und Gesellschaft

Das Zentrum für Technik und Gesellschaft hat bereits einen Prototyp zu einer Mobilitätsstudie auf der Mierendorff-INSEL erarbeitet („Neue Mobilität Berlin“). Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die tiefergehende und verzahnende Entwicklung eines Handlungsansatzes für diesen Bereich nachhaltiger Entwicklung.
Das ZTG analysiert mögliche Zielkonflikte und Umsetzungshemmnisse einer nachhaltigen Entwicklung im Stadtteil und berücksichtigt dabei individuelle und kollektive Ressourcen.

Dr. Gabriele Weindorf, Dr. Carolin Schröder
TU Berlin
Zentrum für Technik und Gesellschaft
Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
wendorf@ztg.tu-berlin.de
C.schroeder@ztg.tu-berlin.de

TU Berlin
Fak VI, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung

Mit ihrer Nachbarschaft zum Charlottenburger Schlosspark, dem Spreeufer an der West- und Südseite, zwei historischen Stadtplätzen und einem beachtlichen Bestand an Kleingärten ist die Mierendorff-INSEL ungewöhnlich gut mit Grünflächen ausgestattet. Doch stellte sich bei den INSEL-Aktivitäten immer wieder die Frage, wie dieses breite grüne Spektrum in einem System öffentlicher und leicht zugänglicher Grünflächen besser vernetzt werden kann: Verkehrsreiche Straßen sind für Alte und Kinder schwierige Barrieren, der Verkehrslärm mindert an vielen Stellen die Qualität, bauliche Barrieren unterbrechen bereits bestehende Grünflächen, etliche sind (noch) gar nicht zugänglich. Bei den verschiedenen INSEL-Foren ergab sich ein Katalog von kurz- mittel- und langfristigen Maßnahmen, die mit relativ geringem baulich-finanziellen Aufwand verwirklicht werden können. Die Bereitschaft zur freiwilligen Verbesserung des grünen Wohnumfeldes dokumentieren wiederholte Aktionen zur Grünflächenpflege und Müllbeseitigung, initiiert von der INSEL. Als Behördenstandort und Ziel des Berlin-Tourismus ist eine vorbildliche Abfallvermeidung und Entsorgung im Außenraum im lokalen und überörtlichen Interesse. Die Mierendorff-INSEL wird sich auch für die ökologischen Aspekte des Stadtgrüns engagieren: Regenwassermanagement, Fassaden- und Dachbegrünung und Solaranlagen auf den Dächern haben hier Priorität.
Die Kooperation mit den verschiedenen Fachgebieten der Fakultät 6 „Planen Bauen Umwelt“ der nahe gelegenen TU erschließt ein kostengünstiges und kontinuierlich abrufbares Beratungspotential.

Prof. Dr. Johannes Küchler
TU Berlin
Fak VI, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung
Marchstr. 23 MAR 2-2
10587 Berlin